Melodie: Tausend und eine Nacht (2008)

Ich wollte doch bloß meine Arbeit beenden,
Die letzten paar Seiten, dann hätt‘ ich Diplom.
Hab‘ nie viel verstanden von dem, was ich schreibe.
Zum Ziel kam ich trotzdem, was macht das dann schon?

Die Ander‘n war‘n besser, in vielen Belangen.
Nur mir fehlte immer der tiefere Blick.
Bis gestern am Schreibtisch, ich war wie gefesselt:
War das ‚ne Erleuchtung – oder war es nur Glück?

Refrain:
Tausendmal studiert,
Tausendmal schon ausprobiert.
Tausend und ein Beweis –
Und ich kapier‘ den Scheiß!

Ganz plötzlich ist alles so vollkommen anders!
Auf einmal ergeben alle Sätze ‚nen Sinn.
Ich sehe jetzt Brücken zu ander‘n Gebieten
Und weiß, bis zum Ziel ist es nicht mehr weit hin.

Warum nicht schon früher so eine Erleuchtung?
Soviel Euphorie hätt‘ ich gern damals verspürt.
Am Anfang des Studiums war alles so mühsam.
Ich fühlte mich falsch hier und war so frustriert.

(Refrain)

Doch das ist vergangen, ich schaue nach vorne.
Die neuen Gedanken bringe ich zu Papier.
Ich schreib‘ Theoreme, die nie wer erdachte.
Mein Prof wird gut staunen, wenn ich sie präsentier‘.

Sogar das Beweisen geht plötzlich ganz einfach.
Das q.e.d. schreib‘ ich nach einer Stunde schon.
Die Arbeit ist fertig, ich kann es kaum fassen:
Ich bin Mathemat‘ker – ich hab‘ mein Diplom!

Ich hab‘ mein Diplom!

(Refrain)